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Recht / Zivilrecht 
Freitag, 17.01.2020

Wohnungsbrand ist keine Instandsetzung

Das Amtsgericht München entschied, dass Mieter keinen Ersatz für Brandfolgekosten wie die anderweitige Unterbringung während der nach einem Hausbrand erforderlichen Renovierungsarbeiten geltend machen können, wenn der Vermieter am Brand keine Schuld trägt (Az. 414 C 22911/18).

Nach einem Brand war ein Mehrfamilienhaus für ein gutes Jahr nicht bewohnbar. Wohl aufgrund einer aus einem übervollen Aschenbecher heruntergefallenen Zigarette in einer höhergelegenen Wohnung kam es zu einem Feuer, bei dessen Bekämpfung mit Löschwasser auch die Wohnung der Kläger unbewohnbar wurde. Während der nach dem Hausbrand erforderlichen Renovierungsarbeiten hatten die Kläger mehr als 60.000 Euro für “anderweitige Unterbringung” gezahlt und forderten von ihrem Vermieter rund 19.000 Euro zurück.

Das AG München wies die Klage ab. Nach Auffassung des Gerichts steht den Klägern kein Anspruch auf Erstattung der geltend gemachten Aufwendungen für Unterkunft zu. Die beklagten Vermieter hätten zutreffend vorgetragen, dass die von den Klägern getätigten Aufwendungen adäquat kausal auf den Wohnungsbrand zurückzuführen seien und nicht auf zeitlich danach vorgenommene Erhaltungsmaßnahmen. Ohne den Wohnungsbrand wären keine Erhaltungsmaßnahmen durch den Vermieter vorgenommen worden.

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